Massenhysterie durch “2012″
27. November 2009 | Von admin | Kategorie: KINOFILME, Kino-News
NASA beantwortet zigtausende Anfragen zu Weltuntergangstheorie
Roland Emmerichs Katstrophenfilm “2012“ ist am Wochenende als neuer Mega- Blockbuster in den Kinos gestartet.
Der mit Special Effects gespickte Streifen, der auf einer vom Maya-Kalender abgeleiteten Weltuntergangstheorie basiert, soll für das Produktionsstudio Sony Pictures kräftig die Kassen klingen lassen.
Durch den im Internet inszenierten enormen Marketing-Hype muss die NSA Überstunden leisten, um immer mehr besorgten Menschen zu erklären, dass die Welt auch noch nach 2012 weiterhin bestehen wird.
„Die Menschen machen sich durch diesen Film ernsthaft Sorgen über einen bevor-stehenden Weltuntergang“, so David Morrison, Senior Scientist am Astrobiology Institute des NASA Ames Research in Moffett Field Kalifornien.
Die von Sony im Netz verbreitete Marketingkampagne, die bewusst versucht hat, eine Art Weltuntergangshysterie auszulösen, sei offenbar sehr erfolgreich gewesen. “Wir bekommen täglich zigtausende Anfragen aus der ganzen Welt und werden gefragt, ob man die Menschheit nicht irgendwie retten könnte”, schildert Morrison.
Weltuntergang lenkt von Alltagsproblemen ab
“Für Menschen sind solche Weltuntergangstheorien immer eine Möglichkeit, sich von den aktuellen Problemen ihres Alltags abzulenken”, stellt Peter Vitouch, Medienpsy-chologe und Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien fest. Im Internetzeitalter könnten sich derartige Thesen wesentlich stärker und schneller verbreiten als noch vor einigen Jahren.
“Die meiste Aufmerksamkeit kann heute sicherlich im Web erregt werden”, betont Vitouch. Dass es angesichts des neuen Kinofilms gleich zu einer derartigen Massenhysterie kommt, sei allerdings ungewöhnlich. “Solche Weltuntergangstheorien sind nicht neu. Zu Nestroys Zeiten hatten die Menschen Angst vor Kometen, zur Jahrtausendwende befürchteten sie den Zusammensturz der Computersysteme und jetzt wird der Maya-Kalender als brauchbares Motiv für das Ende der Welt herangezogen”, so Vitouch.
225 Mio. Dollar Einnahmen am ersten Wochenende
Obwohl “2012” bei den Kritikern bislang eher nur bescheidene Wertungen erzeugen konnte, scheint die stark online-fokussierte Marketingstrategie Sonys aufzugehen. So soll der Katastrophenfilm allein am Eröffnungswochenende insgesamt 225 Mio. Dollar (65 Mio. in den USA und 165 Mio. international) an Einnahmen generiert haben. Sein Produktionsbudget von 200 Mio. Dollar hat der Streifen damit bereits wenige Tage nach dem offiziellen Kinostart wieder eingespielt.
Foto: whowillsurvive2012.com
